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Universeller Rückenakku

Die Firma Calmdura entwickelt rückentragbare Lithium-Ionen- Akkus, mit denen sich handgeführte Akkugeräte unterschiedlicher Hersteller einsetzen lassen.

Die Calmdura GmbH aus Frankfurt am Main hat sich von Anfang an auf grüne Technologien spezialisiert. Die ersten Erfahrungen mit der Lithium-Ionen-Akkutechnologie sammelte das junge Unternehmen bei der Entwicklung von leichten Alternativen für die noch vor wenigen Jahren vorherrschenden Bleiakkus für Elektrorikschas und E-Lastenfahrräder. „Mit einem Akku durch den Tag!“ Die Firmengründer Alexander Orth und Victor Fischer sind ihrem damaligen Motto bis heute treu geblieben. Der Gedanke, einen hochleistungsfähigen Rückenakku für den universellen Einsatz im professionellen Grünpflegebereich anzubieten, ließ die Jungunternehmer nicht mehr los. Heute bieten sie drei rückentragbare Power-Packs auf 36 Volt-Plattform mit Kapazitäten von über 1.000 Wattstunden für die leisen und abgasarmen Laubbläser, Heckenscheren, Kettensägen, Freischneider, Astscheren etc. an. Das neue Flaggschiff, der CD 1.400 hat eine Kapazität von 1.340 Wh bei einem Gewicht von ca. 7,4 kg. Abhängig vom eingesetzten Akkugerät kann damit bis zu 18 Stunden am Stück gearbeitet werden. Das ist bislang einzigartig auf dem Markt der Rückenakkus.

Die Powerpakete sind dabei aufwärtskompatibel zu Geräten mit 44 bzw. 48 Volt. Die verwendeten Nickel-Kobalt-Mangan Hochleistungszellen der Marke Panasonic haben eine besonders hohe Energiedichte von 3,1 Amperestunden. Die Akkupacks werden darüber hinaus in Deutschland konfektioniert und entsprechend den UVV-Prüfvorschriften ausgeliefert. Das Gehäuse mit praktischem Tragegriff und Standvorrichtung besteht aus schlagfestem Polyamid mit Glasfaseranteil.

Der Clou: Dank Adapterstecker lassen sich mit dem grünen Powerpaket sowohl die Akkugeräte der französischen Firma Pellenc, als auch die Akkugeräte von Stihl und Dolmar über deren Bajonettverschluss mit den grünen Energiespeichern von Calmdura betreiben. Der Profikunde muss sich nicht auf einen Hersteller festlegen, sondern kann sich die für seine Anforderungen am besten geeignetsten Akkugeräte aus dem stetig wachsenden Marktsegment aussuchen. Gewährleistungsprobleme sehen die Frankfurter Akkuspezialisten dabei nicht, auch wenn die genannten Hersteller ihre Akkugeräte für den Einsatz mit dem Calmdura Power Pack bislang nicht freigegeben haben. Technische Ausfälle der Geräte, bedingt durch den Einsatz ihres Akkus habe es bislang noch nicht gegeben. „Selbst der automatische Kick-Back- Mechanismus der Pellenc Akkusäge, der bei einem Rückprall die elektronische Kettenbremse auslöst, funktioniert mit unserem Akku,“ erklärt Alexander Orth. „Unsere Strategie ist, höchste Qualität sowohl beim Akkusystem als auch beim Gehäuse und beim Tragesystem sowie bei den Ladegeräten anzubieten,“ so Victor Fischer. Größten Wert lege man dabei auf das Feedback der Profianwender. So basiere das verwendete Tragesystem auf den langjährigen Erfahrungen der Lübecker Firma Dräger, die ihre Gurtsysteme weltweit im Feuerwehr-, Militär- und Tauchbereich vertreibt. Das reißfeste Material des Rucksacksystems ist schweiß-, wasser- und schmutzabweisend. Dank des integrierten Abstandhalters bleibt der Akkupack nicht am Rücken des Trägers kleben. Durch sein spezielles Beckengelenk macht das Tra-gegeschirr sogar seitliche Bewegungen mit, was den Bediener bei der Arbeit mit Laubsauger, Heckenschere und Motorsense etc. zusätzlich entlastet. Mit der Adapterplatte lässt sich der Akkupack bequem in das Rucksacksystem einklicken.
Die nachhaltige Technik für eine saubere und gepflegte Stadt und attraktive Grünanlagen punktet neben ihrer Emissionsfreiheit, ihrer reduzierten Lärm- und CO2-Belastung besonders auch bei den Kosten. Von dem zunächst hoch erscheinenden Investitionspreis für das Rucksack-Akkusystem – das Einstiegs-Modell CD 1.000 mit 1.004 Wh liegt bei ca. 1.300 Euro – sollten sich Profianwender nicht abschrecken lassen. Die mögliche Amortisation des Akkus bereits ab der zweiten Saison sprechen im Vergleich zu den Nachteilen von Bezingeräten für sich. Den durchschnittlichen Betriebskosten von rund 20 Cent für eine komplette Akkuladung von einer Kilowattstunde stehen rund 8,50 Euro für 5 Liter Zweitaktergemisch beim Einsatz eines entsprechenden Benzingerätes gegenüber. Bei angenommenen 200 Arbeitstagen pro Jahr macht das insgesamt eine Ersparnis von rund 1.700 Euro aus. Dafür bekommt man einen Rückenakku mit 800 bis 1.200 Ladezyklen, der auch danach noch einsatzfähig ist. Um die Einstiegskosten für Neukunden niedrig zu halten, werden inzwischen auch lukrative Leasing- und Mietkaufmodelle angeboten.

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Einzigartig: Der neue rückentragbare Akku (7,4 kg)
bringt es auf eine Kapazität von 1,4 kWh und
kann damit selbst bei energieintensiven
Pflegegeräten ganztägig eingesetzt werden.

Michael Werner, Leiter der Stabsstelle Public Affairs der Frankfurter Entsorgungs- und Service (FES) GmbH, die inzwischen 43 Benzinlaubbläser durch Akkugeräte ersetzt hat, schwört jedenfalls auf das nachhaltige Unternehmens- und Produktkonzept der Jungunternehmer aus der hessischen Metropole: „Das aufstrebende, innovative, grüne Unternehmen Calmdura kann in den nächsten Jahren einen wesentlichen Beitrag zur Lärm- und Schadstoffreduktion und somit zur Verbesserung der Lebensqualität in deutschen Städten und Kommunen leisten.“ Das kann auch Ralf Bieser, Leiter des Betriebshofes der Stadt Bad Homburg nur bestätigen: „Wir haben im letzten August damit begonnen, Benzin- durch Akkugeräte zu ersetzen. Wesentlicher Treiber waren der enorme Lärm und die Schadstoffe, die durch Benziner verursacht werden. An Calmduras Lösung gefiel uns aber nicht nur, dass die Akkus umweltfreundlich und leise sind. Weitere Pluspunkte waren die extreme Ausdauer der Akkus und deren universale Einsetzbarkeit. Dadurch können wir uns von Anfang an zukunftsorientiert aufstellen und müssen uns nicht an einen einzelnen Gerätehersteller binden.“
„Wir möchten unseren Kunden dabei helfen von den vielen Vorteilen von Akkuprodukten zu profitieren und künftig Klima- und Umweltschutz, Gesundheit und Kostenersparnis unter einen Hut zu bringen,“ so Alexander Orth. Mit ihren flexibel einsetzbaren grü- nen Power Packs wollen die Jungunternehmer aus Frankfurt die Monopolstellung proprietärer Akkusysteme brechen, die nur den Geräteeinsatz einer ein- zigen Marke erlauben, um der leisen und sauberen Technik zum Durchbruch zu verhelfen. Der Wettbe- werb in der Akkubranche mit Geräten für den Profieinsatz kann in die nächste Runde gehen! www.calmdura.com

Quelle: http://www.bi-galabau.de

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